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…und Action. Filmvormittag mit THE TRUE COST – DER PREIS DER MODE und Diskussionsrunde zu fairer Mode an der EBC

Wirtschaftsethik mal anders. Rund 50 Studierende der Kurse «CSR and Business Ethics» sahen statt klassischer Vorlesung den Film «The true cost» – Der Preis der Mode. In diesem Dokumentarfilm geht der amerikanische Regisseur Andrew Morgan der Frage nach, wo unsere Kleidung hergestellt wird und welche Arbeitsbedingungen in den zumeist asiatischen Ländern herrschen.

So erfuhren die Studierenden, dass jeder sechste Mensch heute in der globalen Modeindustrie arbeitet und diese Branche somit die meisten Beschäftigten hat. Besonders ökologische und soziale Fakten rund um die Mode wurden kritisch beleuchtet. Thematisiert wurden der hohe Pestizideinsatz und die schlechten Arbeitsbedingungen in Bangladesch, Indien oder Kambodscha, die wenig mit menschenwürdiger Arbeit oder fairer Entlohnung zu tun haben. Die Studierenden erfuhren weiter, dass heutzutage fast 500% mehr Kleidung gekauft wird als noch vor zwei Jahrzehnten und dass die Modebranche neben der Öl-Industrie für die meisten Umweltsünden verantwortlich ist.

Anschließend diskutierten die Studierenden mit den Gästen Vera Krenz, Mitgründerin des fairen Modelabels Qwatslama (www.quatslama.de), Johannes Kreher vom Avocadostore (www.avocadostore.de) sowie Christine Priessner, Promotorin für den Fairen Handel und Koordinatorin der Fair Trade Stadt Hamburg. Unter Moderation von Prof. Dr. Nicole Fabisch wurde darüber debattiert, warum es faire Mode im Markt noch schwer habe, was auf politischer und wirtschaftlicher Ebene getan werden müsste und welche Verantwortung Verbraucher*innen tragen.

Weitgehender Konsens herrschte darüber, dass faire Mode chic und «cool» sein müsse und aktuell noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen habe. Vera Krenz und Johannes Kreher machten deutlich, dass heutzutage Design in der fairen Mode bereits eine große Rolle spiele und der biedere Öko-Chic längst passé sei. Darüber hinaus sei Fairness aber auch ein zusätzliches Differenzierungsmerkmal, da es immer mehr Verbraucher*innen gäbe, denen öko-soziale Verantwortung wichtig sei. Studierende und Gäste überlegten gemeinsam, mit welchen Marketingmaßnahmen man Fair Fashion promoten könnte oder ob staatliche Unterstützung durch Steuervorteile oder –erlasse ein Weg in eine fairere Modewelt sein könnte. Christine Priessner betonte in diesem Zusammenhang die Fortschritte der Fair Trade Stadt Hamburg im Bereich der Beschaffung. In gut drei Stunden hatten alle Beteiligten eine Menge zum Thema Fair Fashion erfahren und sich ausgetauscht.

Filmvormittag mit THE TRUE COST – DER PREIS DER MODE und Diskussionsrunde zu fairer Mode an der EBC

V.l.n.r. Vera Krenz (Mitgründerin von Qwatslama), Christine Priessner (Promoterin für Fairen Handel der Fairtrade Stadt HH), Johannes Kreher (Avocadostore), Prof. Dr. Nicole Fabisch

Studierende der Kurse „CSR and Business Ethics“

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