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Besucherlenkungsmaßnahmen für Welterbestätten

Campus Hamburg, 25.06.2013

Vortrag von Prof. Wolf in Konstanz

Prof. Dr. Antje Wolf, Professorin für Tourismus- und Eventmanagement an der EBC Hochschule, hat an der Jahrestagung des Arbeitskreises für Freizeit- und Tourismusgeographie der Deutschen Gesellschaft für Geographie in Konstanz teilgenommen. Im Rahmen der Tagung hielt Prof. Wolf einen Vortrag zum Thema „Besucherlenkungsmaßnahmen in Welterbestätten – das Beispiel Schloss und Park Schönbrunn“.

Spannungsfeld zwischen „Schützen und Nützen“

Die Welterbestätte Schloss und Park Schönbrunn, Österreichs beliebteste Touristenattraktion, verzeichnet seit dem Jahr 2009 einen stetigen Zuwachs an Besuchern. Allerdings entsteht durch die zunehmende Zahl der Besucher ein Konflikt im Spannungsfeld des wirtschaftlichen Nutzens des Schlosses und dem Schutz des Kulturgutes, erklärte Prof. Wolf in ihrem Vortrag. Einerseits kann das Kulturgut nicht ohne die wirtschaftliche Nutzung erhalten werden, andererseits verursacht die touristische Nutzung möglicherweise Schäden. Welterbestätten wie Schönbrunn stehen folglich in einem Spannungsfeld zwischen „Schützen und Nützen“. Prof. Wolf verdeutlichte, dass zum einen Strategien entwickelt werden müssen, um diese Stätten langfristig und nachhaltig zu schützen und zu erhalten und andererseits die Wünsche und Interessen der Besucher nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Managementplan für Welterbestätten

Antje Wolf berichtete, dass aufgrund der zunehmenden Schädigungen in den Welterbestätten seitens der UNESCO im Jahr 2005 in den „Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ erstmals festgeschrieben wurde, dass für jede eingetragene Welterbestätte ein Managementplan zu erstellen ist. Integraler Bestandteil des Managementplans ist die Einbindung von Besucherlenkungskonzepten, welche Prof. Wolf als richtigen Ansatz für den Schutz der Welterbestätten sieht. Aus ihrer Sicht sind eine laufende Prüfung der Wirksamkeit der eingesetzten Besucherlenkungsmaßnahmen und eine eventuelle Anpassung an veränderte Gegebenheiten notwendig, damit der Ansatz des „Schützens und Nützens“ auch Rechnung trägt.

Prof. Dr. Antje Wolf, Professorin für Tourismus- und Eventmanagement an der EBC Hochschule

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