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Einmal Kenia und zurück

Campus Hamburg, 20.07.2020

Nach Kenia in den Urlaub, tolle Strände genießen und auf Safari gehen?

Genau das war nicht der Plan von Fulya Akkus, Malena Mohr, Sam Nguyen, Janina Rieper, Martine von Kameke, Novina Koll und Sophie Schantini. Die sieben Studierenden aus dem Studiengang Kindheitspädagogik & Management am Standort Hamburg der EBC Hochschule hatten einen ganz anderen Grund, nach Kenia zu fahren.

Das im Studium integrierte sechswöchige Auslandspraktikum führte sie am Jahresanfang 2020 in das ostafrikanische Land, genauer gesagt nach Mombasa, mit 1.208.333 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes.

Vor so einer ganz besonderen Reise hat man natürlich immer sehr viel zu organisieren. Was die Studierenden nicht davon abhielt, noch kurz vor Weihnachten mit sehr viel Engagement eine Spendenaktion für „Aimrace“ am Campus in Hamburg unter Studierenden und Mitarbeiter*innen zu initiieren. Dieses Hilfsprojekt betreut mehrere Kinderheime und leistet Entwicklungsarbeit in den Slums in Mombasa, mit Hilfe von Spenden, freiwilligen Helfern und Volunteers aus dem Ausland.

Und bei dieser Aktion kam eine Menge zusammen: Kleidung für Kleinkinder, Jugendliche oder Erwachsene, nachhaltige Zahnbürsten aus Bambus, Kondome, Menstruationstassen, Binden, Shampoo, Bürsten, Zopfgummis und Spielsachen sowie zwei Laptops - und noch viel mehr. Das Campus Life Projekt in Hamburg unterstützte netterweise, indem es die Frachtkosten für die Spenden übernahm.

Zum Glück. Denn mit sehr viel Übergepäck, genauer gesagt zwei riesigen Koffern und zwei Handgepäckstücken voller Spenden ging es über Amsterdam und Nairobi nach Mombasa.

Nicht nur für Janina Rieper, mit der wir über ihre Zeit in Kenia sprachen, waren es in vielerlei Hinsicht unvergessliche Wochen. Für sie hat sich ein Traum erfüllt. Janina wollte immer schon nach Afrika reisen. Dies in Form eines Praktikums zu tun, macht die Erfahrung natürlich im einiges intensiver.

Und es war nach langem Flug und in übermüdetem Zustand schon eine Herausforderung, in dieser Welt anzukommen und sich an komplett anderes Wohnen, das Straßenbild und die Mentalität zu gewöhnen.

Die Studierenden waren in Kinderheimen und Schulen tätig. Anfangs hatten sie die Möglichkeit, sich verschiedene Projekte anzuschauen, um sich dann für eines zu entscheiden.

Bei Janina war ihre Wahl sofort klar: Sie traf in einer Schule auf eine sehr sympathische Schulleiterin und ebenso sympathische Kinder, die sie gemeinsam mit ihrer Kommilitonin auf Englisch unterrichtet hat. Ganz zum Schluss wurde der Klassenraum von Grund auf hergerichtet, aus Spendengeldern in Höhe von knapp 3.000 €, die über Instagram, WhatsApp und Facebook gesammelt wurden. Und es konnten sogar Schuluniformen und einige Lehrergehälter gezahlt werden.
Ein absolutes Herzensprojekt von Janina und eine großartige Erfahrung für alle Beteiligten! Wer sich ein Bild davon machen möchte, schaut sich am besten Janinas Video an: https://youtu.be/mh9PZ3_TBz4

Was hat Janina am meisten Spaß gemacht?

Ganz klar die Arbeit mit den Kindern! Besonders schön auch, die Spenden von Mitarbeiter*innen und Studierenden der EBC zu verteilen und dabei die Reaktion der Beschenkten zu sehen.
Außerdem die Erholung in der Natur nach durchaus anstrengenden Arbeitstagen.

Und wo lagen die größten Herausforderungen?

Sicherlich, die extremen Gegensätze zwischen Arm und Reich zu sehen. Manchmal auch die Hitze und die vielen Menschen.

Janina ist froh, sich ihren Traum erfüllt zu haben.
Nach ihrer Rückkehr nimmt sie das Leben in Deutschland ganz anders wahr und weiß manche Dinge hier mehr zu schätzen, die man sehr schnell für selbstverständlich nimmt: im Vergleich zu Kenia z. B. die Tatsache, jeden Morgen eine heiße Dusche nehmen zu können, sich auf sauberen Straßen und in relativ sauberer Luft zu bewegen, die Möglichkeit, überall hinzureisen (wenn nicht gerade eine Pandemie herrscht), vom Staat in Notsituationen Unterstützung zu bekommen…

Kenia bleibt in jedem Fall in ihrem Leben - ob durch ihre Patenschaft zu einem Kind vor Ort oder die Erinnerungen an die so intensiven Erfahrungen der sechs Wochen in Mombasa.

 

 

Pausenzeit mit den Kids aus der Schule (Quelle: privat)

Der neue Klassenraum nach der Instandsetzung (Quelle: privat)

Ein gespendetes Laptop unterstützt die Arbeit im Büro (Quelle: privat)

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