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EnDigiCom: Passgenaue Ausbildungsformate für Unternehmen im Bereich Social Media

Wurden Anfang des neuen Jahrtausends soziale Netzwerke wie Facebook noch als Zeitvertreib für Teenager belächelt, begreifen heutzutage nicht nur große, sondern auch mittlere und kleine Unternehmen diese Form der Kommunikation als eine Chance für sich. Doch welche konkreten Ziele verfolgen die Unternehmen mit ihren Social-Media-Kanälen überhaupt? Wie sind sie personell aufgestellt und verfügen die Social-Media-Manager überhaupt über die notwendigen Kenntnisse? 

Diesen und weiteren Fragen widmet sich das zweijährige EU-Projekt »Enhanced Digital Competencies for Business Usage« oder kurz EnDigiCom (www.ews-wien.at/endigicom/), in dem die EBC Hochschule, vertreten durch Johannes Keil und Vivian Hoepfner, zusammen mit sechs anderen Partnern aktiv ist. Neben vier weiteren Bildungseinrichtungen in Belgien, Österreich, Slowenien und Frankreich zählt auch Businet (www.businet.org.uk/), ein internationaler Zusammenschluss von über 130 Bildungseinrichtungen mit einem Fokus auf Wirtschaft und Management, zu den Projektpartnern. Durch die Einbindung von Businet kann EnDigiCom sicherstellen, dass die Projektergebnisse nicht nur von Praktikern in der Ausbildung von Social-Media-Fachkräften diskutiert werden, sondern hier auch Anwendung finden. Denn EnDigiCom hat es sich zum Ziel gesetzt, bestehende Erfahrungen mit Aus- und Weiterbildungen im Social-Media-Bereich auszuwerten und daraus Best-Practice-Beispiele zu identifizieren, um den auch in Europa neu entstandenen Beschäftigungssektor des Social-Media-Managers weiter zu professionalisieren.

Erste Ergebnisse der gegenwärtig durchgeführten Befragung zum strukturellen und personellen Format von Social Media in Unternehmen wurden während des Projekt-Workshops am 29. Januar 2018 auf dem Hamburger Campus der EBC Hochschule vorgestellt. Dabei zeigen sich jetzt schon erstaunlich einheitliche Tendenzen, obwohl die über 250 bereits befragten Unternehmen in verschiedenen Regionen Europas angesiedelt sind. Beispielsweise verfügen fast alle Social-Media-Manager über einen Hochschulabschluss und haben sich entweder die notwendigen Social-Media-Fähigkeiten selbst angeeignet oder in Form von Tagesseminaren oder Webinaren punktuell weitergebildet. Wahrscheinlich liegt es im kleinteiligen Learning by Doing-Lernprozess begründet, dass die Befragten ihre Kompetenzen in den übergeordneten Bereichen wie Recht und Budgetverwaltung als niedrig einschätzen. Auch wird der Nutzen der Social-Media-Aktivitäten in kleinen und mittelständischen Unternehmen nur selten systematisch ausgewertet.

Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse der Befragung von der EnDigiCom-Gruppe systematisch ausgewertet und auf dieser Grundlage Aus- und Weiterbildungsformate entworfen und weiterentwickelt. Für 2019 sind zwei Lehr-Lernaktivitäten mit Unternehmen und Social-Media-Experten in Planung, um sicherzustellen, dass die entwickelten Curricula den Anforderungen der Praxis entsprechen.

Es bleibt also für das EnDigiCom-Projektteam noch viel zu tun, bis auch kleinen und mittelständischen Unternehmen passgenaue Ausbildungsprogramme zum Thema Social Media zur Verfügung gestellt werden können.

Johannes Keil

EnDigiCom EBC Hochschule

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