NEUIGKEITEN DER EBC
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Fairtrade Boom – Stadt Hamburg und EBC liegen voll im Trend

Campus Hamburg, 04.06.2019

Hamburg ist Ende Mai 2019 zum vierten Mal als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden und hat diese Auszeichnung mit einem Festakt im Hamburger Rathaus gefeiert.

Dieter Overath, Geschäftsführers von TransFair e. V., übergab die neuerliche Auszeichnung an Staatsrätin Annette Tabbara. Anschließend präsentierte Christine Priessner, Fachpromotorin des Fairen Handels und Koordinatorin der Fair Trade Stadt Hamburg den neu gestalteten Fairen Stadtplan. Dieser gibt einen Überblick über die verschiedensten Akteur*innen und Aktivitäten des Fairen Handel in Hamburg.

https://www.fairtradestadt-hamburg.de/mitmachen/aktionen-fuer-alle/karte/

Die EBC Hochschule ist als erste und bislang einzige Hamburger Fairtrade University ebenfalls verzeichnet. Prof. Dr. Nicole Fabisch war als Leiterin der EBC Steuerungsgruppe und Mitglied der Steuerungsgruppe der Stadt Hamburg zum Festakt eingeladen und hatte die Studentin Lena Polzin mitgenommen, die im Rahmen ihrer Bachelorarbeit einen Konzeptentwurf zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades von Hamburg als Fairtrade Stadt erarbeitet.

Interessiert nahmen die Gäste bei den Verleihungsreden zur Kenntnis, dass Hamburg die Auszeichnung erstmals im Jahr 2011 erhielt und seinerzeit zu den 40 ersten deutschen Städten gehörte, die wegen ihres Engagements für den Fairen Handel mit dem Titel einer „Fair Trade Town“ ausgezeichnet wurde. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 600 Fairtrade-Städte und die Kampagne „Fairtrade-Towns“ ist eine internationale Bewegung geworden. Über 2.200 Städte und Gemeinden in über 36 Ländern wie Japan, Schweden, Ghana, Brasilien und Costa Rica tragen den Titel Fairtrade-Town. Auch die EBC Hochschule war Trendsetter und erhielt 2016 den Titel „Fairtrade University“ als erste private Hochschule und sechste Hochschule in Deutschland überhaupt.

https://www.hamburg.de/international/fairtrade/6516842/ebc-hochschule-fair-trade-universitaet/

Der Faire Handel liegt generell im Trend. So stieg der Umsatz fair gehandelter Produkte in Deutschland von etwa 50 Mio. Euro im Jahr 2005 auf fast 1,6 Mrd. Euro im Jahr 2018.

Hierbei sind Kaffee und Bananen die Hauptproduktgruppen, die wiederum besonders stark von floatenden Weltmarktpreisen und dem Klimawandel beeinflusst werden. Unberechenbare Niederschläge erschweren die Anbaubedingungen und bringen Ertragsverluste. Preisschlachten der Discounter ausgerechnet bei Bananen erschweren das Überleben der Kleinbäuer*innen zusätzlich.

Da nach Aussage von Dieter Overath, „Die Moral nur bis zum Regal“ reicht, ist der Fairen Handel umso wichtiger. Hier erhalten die Produzent*innen Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel und profitieren von zuverlässigen und fairen Handelspartnerschaften. Eine zusätzliche Möglichkeit zur Förderung fairen Kaffeekonsums sind steuerliche Anreize oder eben Signale der Politik im Rahmen von Fairtrade Town-Commitments. So muss eine Fairtrade Stadt bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Sitzungen und Veranstaltungen im Hamburger Rathaus wird beispielsweise ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee serviert. In vielen Einzelhandelsgeschäften, Gastronomiebetrieben und in öffentlichen Einrichtungen wie Bildungsstätten und Kirchen werden fair gehandelte Produkte verkauft und verwendet. Darüber hinaus gilt seit 2017 das Hamburgische Vergabegesetz, laut dem fair gehandelte Produkte gegenüber konventionellen den Vorzug erhalten.

Auch die EBC leistet ihren Beitrag und stattet alle Events mit fairen Produkten aus, verkauft fair gehandelte Merchandising-Produkte und führt regelmäßige Veranstaltungen durch, um für das Thema zu sensibilieren.

 

 

Faire Akteure der Stadt Hamburg nehmen die Urkunde entgegen (Bildrechte: Senatskanzlei Hamburg)

Fairer Handel im Trend (Quelle: http://www.forum-fairer-handel.de/fairer-handel/zahlen-fakten/)

Prof. Dr. Nicole Fabisch und Lena Polzin im Hamburger Rathaus

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