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FEMNET-Referentin bringt Licht in den öko-fairen Siegel-Dschungel

Campus Hamburg, 05.11.2018

Das Thema Fair bzw. Sustainable Fashion befindet sich im Aufwind und immer mehr KonsumentInnen interessieren sich für ökologisch und fair hergestellte Kleidung. Es ist ihnen nicht egal, ob bei der Herstellung Pestizide benutzt werden oder ob die Arbeiterinnen in den Produktionsländern wie Bangladesch, Kambodscha oder Myanmar unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten.

Doch es ist gar nicht so einfach, sich im Dschungel der bunten Siegel zurecht-zufinden. Welchen ist zu trauen und mit welchen wird nur sogenanntes Green-Washing betrieben?

Referentin Friederike Mieß brachte Licht ins Dunkel der öko-fairen Siegel und entließ die 25 Studierenden der Studiengänge IBM und IBFM als SiegelexpertInnen aus dem fast dreistündigen Workshop. Es wurden eine Menge Fragen aufgeworfen und deren Klärung gemeinsam erarbeitet. Die Studierenden, die bei Prof. Dr. Nicole Fabisch im Seminar „Business Ethics & CSR“ das Thema Menschenrechte in der Supply Chain und Fair Fashion als Spezialthema behandelt haben, wissen nach diesem Workshop, was ein Unternehmens- von einem Produktsiegel unterscheidet, wofür ökologische und soziale Siegel stehen, welche Produktionsschritte der textilen Kette ein Siegel abdeckt oder wie glaubwürdig die einzelnen Siegel sind. Als transparenteste Fashionsiegel schnitten die Siegel des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft e.V (IVN) sowie das GOTS (Global Organic Textile Standards) Siegel ab.

Darüber hinaus erfuhren sie, dass sich 2014 initiiert durch Bundesentwicklungs-minister Gerd Müller ein deutsches Textilbündnis gründete. Dies war eine Reaktion auf tragische Unfälle in Textilfabriken, insbesondere auf den katastrophalen Fabrikeinsturz von Rana Plaza in Dhaka im Jahr 2013, der 1.134 ArbeiterInnen das Leben kostete. Gemeinsam wollen die Bündnispartner soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette erreichen.

Dem Bündnis gehören neben der Bundesregierung, Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen wie Seidensticker, adidas oder Hugo Boss an https://www.textilbuendnis.com/. Auch der Verein FEMNET, der sich dankenswerterweise auch um Bildungsarbeit kümmert und die Expertin Friederike Mieß zu unserem Workshop an die EBC geschickt hatte, ist Mitglied. FEMNET setzt sich mit politischem Engagement, Bildungs- und Beratungsarbeit sowie einem Solidaritätsfonds für die Rechte von Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie ein. Die Initiatorinnen fordern, dass Unternehmen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und die Politik verbindliche Regeln schafft https://femnet-ev.de/.

Darüber hinaus veranstaltet das Netzwerk im November 2018 eine Rundreise mit zwei Aktivistinnen aus Bangladesh und Myanmar durch ganz Deutschland. Die Frauen berichten davon, wie Näherinnen in der Bekleidungsindustrie für verbesserte Arbeitsbedingungen kämpfen und erklären, wie Verbraucherinnen und Verbraucher darauf Einfluss nehmen können.

Am 9.11. um 10:45 berichten Kalpona Akter (Bangladesh)  Khin Nilar Soe (Myanmar) an der EBC über ihre Erfahrungen. Wir sind stolz, sie an der EBC begrüßen zu dürfen und werden berichten.

 

Autorin: Nicole Fabisch

Teilnehmer des Workshops zum Thema Fair Trade Siegel an der EBC Hochschule Hamburg

Studierende beim Workshop

Referentin Friederike Mieß und Prof. Dr. Nicole Fabisch

Quelle: https://utopia.de/siegel/naturtextil-ivn-zertifiziert-best-naturleder/

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