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Hamburgs Kultur(-Kommunikation) könnte mutiger, lässiger und jünger werden

Campus Hamburg, 11.06.2019

Prof. Dr. Nicole Fabisch und Prof. Dr. Antje Wolf hatten eine Menge Vorbereitung in das Projekt gesteckt, um rund 90 Studierende aus allen Studiengängen mit Aufgabenstellungen rund um Kultur und Tourismus zu versorgen. Mit Hilfe von Desk Research, Fokusgruppen und Umfragen sollten die „Greenhorns“ des 2. Semesters Fragen der Hamburg Tourismus GmbH beantworten.

Diese lauteten u.a.: „Wie kann Hamburg seine Kulturstätten (jenseits der Elphi) noch besser vermarkten?“ „Was verbinden Reisende mit einer Kulturmetropole?“ oder „Wie wird Kultur in Hamburg von Hamburger und Touristen wahrgenommen und über welche Kommunikationskanäle informieren sich Gäste und Einheimische?“ In über 20 Projektgruppen nahmen sich die Studierenden diesen Aufgaben an und machten größtenteils einen tollen Job.

Anfang Juni präsentierten einige ausgewählte mutige Teams die Ergebnisse aus Fokusgruppen und Umfragen vor den Vertreterinnen der Hamburg Tourismus GmbH, Magali Bernard, Projektleiterin Kultur (und Kreuzfahrt) und Aleksandra Lorkowski, Leiterin Monitoring & Consulting. Diese erfuhren, dass ausländischen Touristen beim Begriff „Kultur“ als erstes „Essen“ einfällt und bei „Deutschland“ die assoziierte Reihenfolge „Bier“, „Wurst“ und „Strukturiertheit“ lautete, gefolgt von Oktoberfest und Lederhosen. Soviel zum Klischee.

Die anderen Teams hatten in Fokusgruppen und Interviews u.a. herausgefunden, dass Hamburgs Kulturstätten vielfach noch zu wenig spannende und interaktive Angebote für junge und ganz junge Zielgruppen anbieten. Daraufhin hatten sie kreative Vorschläge entwickelt wie Kultur-Stempelkarten und Rallyes für Kinder oder „Oper & Chill“ als stilvolles Dating-Event zu klassischen Klängen für junge Erwachsene. Weitere Ideen reichten von lässigen Führungen mit anschließendem After Work Bier in der Kunsthalle oder anderen Kulturstätten, AR- oder VR-Angeboten, gut gemachten Kultur-Apps bis hin zu Hochschulkooperationen, um die kulturellen Angebote Hamburgs einer jüngeren Zielgruppe näher zu bringen.

Essenziell gerade für Studierende war außerdem die Preisgestaltung. So wünschten sich viele eine „Culture Card“ zum Festpreis für ein Jahr mit freiem Eintritt in alle Museen, transparentere und attraktivere Studentenrabatte oder kostenfreie Studententage. Größter Knackpunkt schien die Kommunikation, die als „old school“, unattraktiv oder schlichtweg unbekannt erlebt wurde. Ohne soziale Medien (v.a. Instagram) geht heute nichts mehr und auch die Website der Hamburg Tourismus GmbH (https://www.hamburg-tourism.de/) hatte für die meisten Studierenden den Charme einer Behördenseite und erinnerte eher an „Verlängerung des Personalausweises“ als an eine ansprechende moderne Infoseite für Einheimische und Touristen.

Als Best Practice Beispiele lohnt laut Rechercheteams der Blick nach Wien, New York oder Melbourne. Dabei hat Hamburg eigentlich eine Menge zu bieten, aber vieles wird nicht kommuniziert, anderes bleibt mittelklassig oder wie ein Student mit indischen Wurzeln es ausdrückte: „In Hamburg oder in Deutschland generell habe ich das Gefühl, man sollte eher der Durchschnitt sein, alles was extravagant ist, kommt eher aus anderen Ländern. Muss ja nicht so bleiben, oder?

Die Projektpartnerinnen der Hamburg Tourismus und EBC Teams lauschen den Vorträgen

Mutige Studentinnen präsentieren ihre Ergebnisse

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