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Siemens-Manager Michael Händel in Hamburg

Campus Hamburg, 24.04.2013

Siemens-Manager Michael Händel gab den IBM-Studenten in Hamburg Einblicke in die innovativen Einkaufsmethoden

Den Abschluss der Praxisreihe »Globales Supply Chain Management« im Studiengang IBM bildete der Vortrag »Innovative Einkaufshebel – Chancen und Herausforderungen eines Corporate Purchasing in einem Großkonzern«.

Siemens hat rund 90.000 Lieferanten weltweit. Im Geschäftsjahr 2012 betrug das Einkaufsvolumen des Unternehmens etwa 40 Milliarden Euro – Das entspricht rund der Hälfte des Gesamtumsatzes von Siemens. Dieses hohe Volumen ist mit einem hochkomplexen und diversifizierten Einkaufsportfolio verbunden. Daher entwickelt Siemens seine Einkaufmethoden kontinuierlich weiter. So machte Michael Händel, verantwortlich für das Supply Chain Management des unternehmensweiten gebündelten direkten Materials, an Beispielen deutlich, welche Einsparungen mit Hilfe von elektronischen Auktionen erzielt werden.

Elektronische Beschaffung

Bei Siemens werden elektronische Einkaufsauktionen bereits seit 1999 eingesetzt. Gerade in den letzten Jahren hat sich der Auktionsanteil, gemessen am unternehmensweiten Einkaufsvolumen, signifikant erhöht. So hat Siemens in 2012 insgesamt 5,5 Milliarden Euro Einkaufvolumen durch e-Auctions und e-Biddings vergeben. 2008 waren es nur 500 Millionen Euro.

Alles was spezifizierbar und monetär vergleichbar gemacht werden kann, kann verauktioniert werden. »Ist der Wettbewerb zwischen den Auktionsteilnehmern groß genug, können die Einkäufer wirklich gute Resultate erzielen: Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit«, verriet Händel den Studenten.

Design-to-Cost

Das sogenannte »Design-to-Cost« ist bei Siemens ein fester Bestandteil zahlreicher Einkaufs- und Entwicklungsaktivitäten. Commodity-Ingenieure untersuchen die Materialbeschaffenheit kostenintensiver Bauteile und nehmen die einzelnen Fertigungsschritte unter die Lupe. Oft können die Siemens-Experten schon nach wenigen Tagen sagen, wo man sparen kann, ohne die Qualität zu gefährden.

Der effiziente Einsatz von Material ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Geschäft von Siemens. »Gemeinsam mit unseren Lieferanten wollen wir herausfinden, wie wir die Produktionsprozesse verbessern und den Materialeinsatz optimieren können«, so Händel. Im sogenannten Design-to-Cost-Verfahren arbeitet Siemens gemeinsam mit seinen Lieferanten an günstigeren Produktvarianten, die den erforderlichen Qualitätsansprüchen dennoch Stand halten.

»Gemeinsam treiben wir die technischen Verbesserungen voran. Und alle Seite profitieren dabei: Die beim Lieferanten erzielten Einsparungen können an Siemens weitergegeben werden, während die Lieferanten eigene Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Und das macht sie nicht nur für Siemens sondern auch für andere Kunden attraktiv«, ist Michael Händel überzeugt.

Die Siemens AG ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie, Energie sowie im Gesundheitssektor tätig und liefert Infrastrukturlösungen, insbesondere für Städte und urbane Ballungsräume. Seit mehr als 165 Jahren steht Siemens für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Siemens einen Umsatz von 78,3 Milliarden Euro.

Michael Händel im Gastvortrag vor den International Business Management Studierenden

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