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Fairtrade Deutschland und Trainerin Sethu Lakshmy stellen den Fairtrade-Textilstandard vor

Campus Hamburg, 25.04.2019

Im Textilsektor gibt es durch lange, komplexe Lieferketten, mangelnde Transparenz und das fehlende Bewusstsein der Arbeiterinnen und Arbeiter für ihre Rechte immer noch viele Probleme und Herausforderungen. Dramatischster Höhepunkt und Synonym für die negativen Auswirkungen der sogenannten Fast Fashion (der immer schneller und immer billiger produzierten Mode-Kollektionen) war der Zusammensturz der Rana Plaza Fabrik am 24.4.2013 in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Hierbei verloren über 1.000 Arbeiterinnen und Arbeit ihr Leben.

Anlässlich des sechsten Jahrestages dieser Katastrophe besuchten die indische Trainerin Sethu Lakshmy, Key Account Manager für Textilien beim TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) Rapha Breyer und die Promoterin für den Fairen Handel der Fair Trade Stadt Hamburg Christine Priessner die EBC Hochschule, um die Studierenden und anwesenden Dozent*innen in den Fairen Handel einzuführen und insbesondere den neuen Fairtrade-Textilstandard vorzustellen. Prof. Dr. Nicole Fabisch, Leiterin der Fairtrade Steuerungsgruppe der EBC und Mitveranstalterin begrüßte die Gäste und moderierte im Anschluss an die Impulsvorträge der Fairtrade Fachleute die Gesprächsrunde.

Durch den neuen Textilstandard und das Textilprogramm von Fairtrade sollen die Arbeitsbedingungen und Löhne der Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Verarbeitungskette der Textilbranche verbessert und ihre Rechte gestärkt werden. (https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/fairtrade-standards/fairtrade-textilstandard-und-textilprogramm.html

Sethu Lakshmy stellte den komplexen Vorgang vor und gab Einblicke in den Fabrikalltag in Indien. Als erster Standard überhaupt definiert der Textilstandard einen festen Zeitrahmen (sechs Jahre), innerhalb dessen ein existenzsichernder Lohn („fair wage“) erreicht werden muss. Das Procedere geht über reine Kontrollen und Zertifizierung hinaus und unterstützt gezielt die Näherinnen vor Ort. Sethu führte aus, dass die Näherinnen aufgrund des hohen Arbeitsdrucks oft nur für 20 Minuten ihre Arbeitsplätze verlassen können, um über ihre Rechte aufgeklärt zu werden. So sollen sie in die Lage versetzt werden, bessere Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Rapha Breyer und Christine Priessner appellierten an die Studierenden ihre Kleidung bewusster einzukaufen, die Markenunternehmen mehr in die Pflicht zu nehmen und Transparenz einzufordern sowie sich auch politisch zu engagieren. Es ist ein langer Weg zu Fair Fashion, aber die ersten Schritte sind getan.

#Pushfairtade fordern Christine Priessner, Nicole Fabisch, Sethu Lakshmy und Rapha Breyer

Interessierte Studierende und Gäste lauschen den Vorträgen

Sethu Lakshmy beantwortet Fragen

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