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Pressemitteilung, 27.04.2015

Ob Kreuzfahrt-Reisende überhaupt noch Landgänge bräuchten und wohin das heutzutage teils spektakuläre Entertainment an Bord noch hingehen soll – das und vieles mehr diskutierten die Teilnehmer des vierten EBC Cruise Talks.


Studierende der EBC Hochschule organisierten das Kreuzfahrt Event Cruise Talk in Hamburg.

Am vergangenen Donnerstag lud die EBC Hochschule Hamburg in Kooperation mit der Hamburg Tourismus GmbH und dem Hamburg Cruise Center zum bereits vierten EBC Cruise Talk ein, dem von Studierenden des Studiengangs „Tourism & Event Management“ organisierten Kreuzfahrt-Event in Hamburg. Hochkarätige Branchenvertreter wie Corny Littmann, Geschäftsführer der Schmidts TIVOLI GmbH, Lutz Deyhle, Head of Events TUI Cruises GmbH oder Jürgen Stille, Director Sales Kontinentaleuropa Norwegian Cruise Lines diskutierten zu den Themen „Destination Schiff – Brauchen wir überhaupt noch Landgänge?“  sowie „Unterhaltungskonzepte an Bord – Entertainment total?!“ und tauschten sich im Anschluss in lockerer Runde aus.

Die Teilnehmer der ersten Podiumsdiskussion diskutierten die Notwendigkeit von Landgängen, angesichts der immer größer werdenden Schiffe. Schlussendlich waren sich jedoch alle einig, dass die Reisedestination und die Kreuzfahrtroute die wichtigsten Kriterien bei der Buchung einer Kreuzfahrt seien. Das Schiff sowie das Angebot an Bord, die Marke und der Preis seien nur zweitrangig für die Entscheidung. Untermauert wurde das ganze durch Ulf Sonntag, Leiter Marktforschung im Reiseanalyse Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH (NIT), der direkt die neuesten  statistischen Werte zum Thema lieferte. Demnach sei für 50 % der Gäste die Kreuzfahrt-Route das bedeutendste Kriterium. Das Angebot, die Marke und der Preis seien nur zu ca. 25 % entscheidend für die Buchung einer Kreuzfahrt.

Insbesondere die Stadt Hamburg war Thema, als es darum ging, das Landprogramm vor Abfahrt und nach Ankunft verstärkt in den Focus der Passagiere zu rücken. Marina Christensen, Projektleitung der Kreuzfahrttourismus Hamburg Tourismus GmbH, will schon vor Ankunft im Hafen „die Stadt Hamburg an Bord bringen“. Es sei noch deutliches  Potenzial im Ausbau der Landgänge vorhanden, die in Kooperation mit Reedereien und Incoming-Agenturen erarbeitet werden könnten. Zudem könne die Stadt Hamburg in Form von Filmen an Bord präsentiert werden. Eine App ermögliche Passagieren, Hamburg auf eigene Faust zu erkunden.

Die Teilnehmer der zweiten Podiumsdiskussion „Unterhaltungskonzepte an Bord – Entertainment total?!“ setzten sich mit der der Entwicklung des Bord-Entertainments auseinander. Die Experten sprachen von einem sich stark wandelnden Programm, welches sich in den letzten 20 Jahren von Themenshows mit Gastkünstlern hin zu Productionshows mit Ensembles entwickelt habe. Auch wenn das Entertainment-Programm nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Aufnahme einer Kreuzfahrt sei, so könne es als „Zünglein an der Waage“ dennoch den finalen Entscheidungsgrund darstellen. Wichtig sei hierbei, dass das Programm zur Marke, zum Schiff, zum Produkt und zur Zielgruppe passe.

Beim anschließenden Get-Together hatten Studierende und Gäste ausreichend Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Studierenden, die das Event im Rahmen ihres Studiengangs organisiert hatten, wurden dazu ermutigt, sich in der Kreuzfahrtbranche zu bewerben. Die weiterhin positiven Aussichten und die wachsenden Schiffskapazitäten brächten einen stetig steigenden Bedarf an Arbeitnehmern mit sich. Dass es sich in der Kreuzfahrt-Branche lange aushalten lässt, zeigte auch Talk-Teilnehmerin Erika Albrecht, die mit über 90 Jahren bis heute als Entertainerin auf Kreuzfahrtschiffen auftritt.


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